Michael Pärli, Arzt, Bern
Als Dreizehnjährige bekam ich ein Gespräch meiner Eltern mit, in dem sich meine Mutter beklagte, dass sich ihr Lohn aus ihrer Vollzeittätigkeit fast vollständig auf der Steuerrechnung und der Rechnung für die Fremdbetreuung von meiner Schwester und mir wiederfände. Und mein Vater entgegnete, „ja, Deine Arbeit ist eigentlich wie ein teures Hobby.“ Dieses Gespräch bzw. die Aussage, dass sich der Zweitverdienst meiner Mutter in ihrer Ehe nicht lohnt, markierte den Beginn meines Interesses für Politik. Also dafür, wie wir uns als Gesellschaft verstehen und zusammenleben wollen. Und dafür, wie die Rechtssetzung dieses Gesellschaftsverständnis abbilden soll.
Die auch zwanzig Jahre nach diesem für mich wegweisenden Gespräch meiner Eltern immer noch bestehende Heiratsstrafe bei den Steuern bekämpfe ich nun zusammen mit einem wunderbaren und überparteilichen Team: Wir haben letzten Frühling 2021 die Initiative für die Einführung der Individualbesteuerung lanciert. Sie sind herzlich eingeladen, uns mit Ihrer Unterschrift zu unterstützen. Einen Unterschriftenbogen können Sie sich ganz einfach herunterladen und einschicken. Hier finden Sie weiterführende Informationen zu dieser Volksinitiative.
Seit Anfang 2021 darf ich mich im Stadtberner Parlament als Mitglied der Fraktion FDP/JF und der Komission FSU (Finanzen, Sicherheit und Umwelt) engagieren. Meinen Fokus als junge Politikerin lege ich auf die Zukunft der Stadt. Dafür agiere ich sachorientiert, immer mit dem Ziel, ausgewogene Lösungen zu präsentieren und zu unterstützen. So ist es mir beispielsweise ein wichtiges Anliegen, dass die Stadt Bern in Ökologie investiert. Zu hohe Investitionen dürfen aber nicht dazu führen, dass ein Defizit in der Stadtkasse entsteht. Es muss immer finanzieller Handlungsspielraum bestehen bleiben, um auch in Zukunft geeignete Klimamassnahmen treffen zu können. Meine bisherigen Vorstösse finden Sie hier.
Mein grösstes Interesse und meine Kernkompetenz liegt in der Steuer- und Finanzpolitik. Im Kanton Bern steht es um beides nicht gut. Die Kaufkraft der Bernerinnen und Berner – also das, was ihnen nach Miete, Steuern, Versicherungen, usw. von ihrem Lohn verbleibt – ist schweizweit eine der schlechtesten. Ich möchte mich deshalb gerne auf Kantonsebene für eine FLOrierende Wirtschaft im Kanton Bern einsetzen. Sie sichert uns interessante und lukrative Arbeitsplätze und senkt damit unsere Steuerbelastung. Deshalb setze ich mich ein für:
Wenn Sie mich dabei unterstützen möchten, wählen Sie mich am 27. März 2022 in den Grossrat!
Wünschen Sie weiterführende Informationen zu meinen politischen Positionen, lade ich Sie gerne dazu ein, einen Blick auf mein Profil bei smartvote.ch zu werfen:
Die Primarschule habe ich in Münsingen absolviert. Ab der 7. Klasse durfte ich in den Campus Muristalden nach Bern ans Gymnasium wechseln. Als Schwerpunktfach habe ich Musik gewählt. Sie ist eine meiner grössten Leidenschaften und ich wollte ihr zumindest während meiner Schulzeit vertieft nachgehen können. Dem Campus Muristalden verdanke ich eine schulische Ausbildung, die weit über eine blosse Vermittlung von Wissen hinausgeht: Individuelle Kompetenzen wurden gefördert und Eigenverantwortung verlangt. Zudem habe ich am Campus Muristalden engste Freunde kennenlernen dürfen.
Um auch noch eine andere Welt als mein geliebtes Bern kennenzulernen, habe ich mich entschieden, in Zürich Rechtswissenschaften zu studieren. Mein Interesse für Politik war für meine Studienwahl mit ausschlaggebend. Das Recht bildet unsere Gesellschaft ab. Ich wollte lernen, wie es entstanden ist, wie es gegenwärtig funktioniert und welche Entwicklungen es nehmen wird und soll. An der Universität Zürich zu studieren war nicht immer einfach, denn die Universität ist sehr gross und anonym. Man ist dort sehr ein Einzelkämpfer. Mir ist es aber wichtig, Teil eines Teams zu sein. Deshalb habe ich bald angefangen, neben dem Studium im Handelsregisteramt Zürich und später in einer grossen Wirtschaftskanzlei zu arbeiten. Dank dieser Arbeit habe ich mich vermehrt für Wirtschaftsrecht zu interessieren begonnen. Und festgestellt, dass es die Wirtschaft nicht gibt. Sondern, dass die Wirtschaft wir alle sind, indem täglich jede und jeder durch ihre Arbeit, ihr Kapital, ihre Bedürfnisse zur Gesellschaft beitragen.
Am vielfältigsten findet sich die Wirtschaft im Steuerrecht wieder. Jeder Lebenssachverhalt ist durch das Steuerrecht abgedeckt. Das fasziniert mich derart, dass ich nach dem Studium (endlich) zurück in Bern und nach zwei Jahren Tätigkeit in Anwaltskanzleien entschied, mich auf das Steuerrecht zu spezialisieren. Deshalb befinde ich mich zurzeit im letzten von drei Weiterbildungsjahren zur eidg. dipl. Steuerexpertin. Die Weiterbildung ist berufsbegleitend. Praxiserfahrungen sammeln durfte ich zunächst in der Steuerabteilung einer Big4. Gegenwärtig helfe ich im Kantonalen Steueramt Aargau in einer Projektstelle im Bereich Unternehmenssteuern dabei, die Steuer- und AHV-Reform 2020 umsetzen. Damit darf ich einer Tätigkeit nachgehen, die einerseits ausgezeichnete Kenntnisse im Steuerrecht verlangt, zugleich aber auch nahe am politischen Geschehen ist.
Zusammen mit meinem Verlobten wohne ich in der Länggasse in Bern. Jedoch schiele ich stets in mein Lieblingsquartier Kirchenfeld – irgendwann möchte ich (wieder) dahin ziehen. Auch der unmittelbaren Nähe zur Aare wegen: Ich liebe es, der Aare entlang zu laufen, immer mit Musik im Ohr.
Die Politik und meine Weiterbildung zur eidg. dipl. Steuerexpertin nimmt einen grossen Teil meiner Freizeit ein. Wenn ich mich zu etwas verpflichte, mache ich das stets sehr zuverlässig und mit sehr viel Engagement. Meine Freunde und Familie sorgen aber stets dafür, dass mein Perfektionismus nicht überhand nimmt und ich mir doch Auszeiten nehme:
Mit meiner Schwester besuche ich dann Konzerte (wir haben die letzten zehn Jahre nie das Montreux Jazz Festival verpasst) und fremde Städte. Mit meinen Freunden verbringe ich Spieleabende bei Wein und feinem Essen oder wir machen einen gemeinsamen Segeltörn. Mit meinem Verlobten bereise ich Schottland, Frankreich und (irgendwann) Australien.
Immer Zeit finde ich für grosse Sportanlässe. Vor allem für Olympia; wenn dann Leichtathletik, Kunstturnen, Ski oder Eiskunstlauf auf dem Programm stehen, darf nichts anderes am Fernsehen gespielt werden. Auch immer Zeit finde ich für die Werke von Ferdinand von Schirach und Lukas Bärfuss. Und schliesslich findet man mich so oft es geht in den Bergen – in Wander- oder Skischuhen.
Bernerinnen und Berner zahlen vergleichsweise sehr hohe Einkommenssteuern. Wer beispielsweise in der Stadt Bern ein steuerbares Einkommen von CHF 60’000 hat, zahlt mit CHF 12’000 fast drei Mal so viel an Einkommenssteuern wie in der Stadt Zug (CHF 4’300).
Auch Unternehmen zahlen im Kanton Bern vergleichsweise viel an Gewinnsteuern. Der Gewinnsteuersatz des Kantons Bern ist mit rund 22% gar schweizweit der höchste. Angrenzend finden sich die Tiefsteuerkantone Solothurn (16%), Freiburg (14%) oder auch Obwalden (13%).
Diese hohe Steuerlast schmälert unsere Kaufkraft sehr. Und sie setzt der Standortattraktivität zu: Gutverdienende und Vermögende vermeiden es, ihren Wohn- und Lebensmittelpunkt im Kanton Bern zu haben. Und gewinnträchtige, innovative Unternehmen nehmen in unseren Nachbarkantonen Sitz. Damit gehen interessante Arbeitsplätze verloren.
Ich setze mich dafür ein, dass die Steuerlast im Kanton Bern zumindest an diejenige der Nachbarkantone angeglichen wird. Damit wäre der Kanton Bern steuerlich wieder wettbewerbsfähig und die Steuerlast würde nicht mehr vorwiegend auf dem Rücken des Mittelstandes getragen.
Die Steuererträge, wiederum, müssen sorgfältig und so effizient wie möglich eingesetzt werden. Zum Beispiel für eine schlanke Verwaltung, die direktionsübergreifend organisiert ist und sich als Dienstleisterin beziehungsweise Möglichmacherin für die Bürgerin/den Bürger versteht.
Bern ist der vielfältigste Kanton der Schweiz. Wir beherbergen hohe Berge und weite Täler, kleine Dörfer und grosse Städte. Diese Vielfalt ist wunderschön, zugleich aber auch eine grosse Herausforderung in Sachen Infrastruktur. Es gilt, möglichst viel Raum zu schaffen für Wohnen, Gewerbe, Tourismus, Transport, …, ohne aber der Natur zu viel Platz wegzunehmen.
Ich setze mich dafür ein, dass wir den bereits zersiedelten Raum effizient und nachhaltig verwalten. Eine weitere Zersiedelung soll wo immer möglich verhindert werden. Dafür soll zentralisiert werden. Und verdichtet, aus- und umgebaut und in die Höhe gebaut werden dürfen. Entsprechende Ideen sollen gefördert und nicht durch bürokratische Hürden verhindert werden.
Transportwege sind wichtig und sollen gut geplant und freigehalten werden. Die unterschiedlichen Verkehrsmittel sind nicht gegeneinander auszuspielen. Sondern die Verkehrswege derart auszugestalten, dass sie einen reibungslosen und komfortablen Transport von Personen und Gütern ermöglichen.
Unsere Energieversorgung soll zunehmend CO2-neutral sein. Dafür gilt es, Solar- und Wasserkraft zu fördern, beispielsweise mittels steuerlicher Abzüge. Und ich plädiere dafür, Energieversorgung mittels moderner Atomenergie zu prüfen.
Bildung muss einerseits Grundlagen qualitativ hochwertig vermitteln. Sie muss aber genauso gewährleisten, dass die individuelle Neu-Gier und Fähigkeiten verbleiben und gefördert werden: Handwerkliches Geschick, bildliches Vorstellungsvermögen, Zahlenflair, Geduld, Mut, Beobachtungsgabe, Verständnis für Komplexität, … Unser Bildungssystem muss all unsere Kompetenzen bestmöglich stärken.
Unsere Kompetenzen, wiederum wandeln sich zu Neuem und Innovativem. Innovation und entsprechende Wertschöpfung ist elementar, damit wir Herausforderungen wie der Klimakrise gemeinsam begegnen können.
Damit also Ideen entstehen, wachsen und schliesslich Wertschöpfung generieren können, setze ich mich für einen möglichst breiten und vielfältigen Bildungs- und Innovationsstandort Kanton Bern ein: Die Ausbildung in der Lehre und Berufsschule muss genauso geschätzt werden, wie diejenige in der Universität und Hochschule. Und die Praxis – also das Berner Unternehmertum – sowie Lehre und Forschung müssen ohne bürokratische Hürden partnerschaftlich zusammenarbeiten können.
Michael Pärli, Arzt, Bern
Adrienne Zumstein, Ärztin, Bern
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